• Jan Walter

Emmanuel Macron «liefert» – wem?


Macron will die Wirtschaft seines Landes wieder ankurbeln. Für die Arbeitnehmer verheisst das nichts Gutes. Die EU-Hierarchie erwartet von Emmanuel Macron nur eines: Er soll als Präsident die Arbeitsmarktreformen vollenden, die er als Wirtschaftsminister begonnen hat. Was davon zu erwarten ist, illustriert das unappetitliche Beispiel des französischen Softwaremultis Capgemini.Als kurz vor dem zweiten Wahlgang die «Macron-Leaks» durchsickerten, war man sich in den seriösen Medien einig: einfach nicht beachten. Im Nachhinein gibt es da aber doch zumindest einen beachtenswerten Aspekt, nämlich die enge Verknüpfung von Macron mit dem Software-Multi Capgemini. Dass deren Boss, Paul Hermelin, zu den wichtigsten Geldgebern von Macrons Bewegung «En Marche» gehört, konnte man schon vorher zumindest ahnen. Neu ist hingegen, dass Philipp Grangeon, der Pressechef von Capgemini, zu Macrons engster Wahlkampftruppe gehört, und viele seiner Reden geschrieben oder zumindest mitverfasst hat.


Keine Gewinnsteuern, aber 190 Mio. Euro vom Staat

Das ist deshalb wichtig, weil Capgemini eine Art Nagelprobe für die Arbeitsmarktreform von Macron darstellt. Wohin diese Reise geht, zeigte – symbolisch – die Aktionärsversammlung von Capgemini, die am gleichen Tag über die Bühne ging, als Macron seinen Regierungschef präsentierte. Die Aktionäre genehmigten am 15. Mai eine Jahresrechnung, der man folgendes entnehmen konnte:

Die Lohnkosten pro Kopf sanken gegenüber dem Vorjahr um 3,8%. Der Gewinn stieg um 15% auf 921 Millionen Euro. Capgemini zahlte in Frankreich keinen Euro Gewinnsteuern, kassierte aber in den letzten drei Jahren vom Staat 190 Millionen als Subventionen für die Forschung und vor allem als Zuschüsse zu den Sozialbeiträgen der Arbeitgeber. Dieser Credit d’ Impôt pour la Compétitivité et l’Emploi (CICE) ist das Kernstück der Arbeitsmarktreform des damaligen Wirtschaftsministers Emmanuel Macron. Es dient zwar offiziell der Schaffung neuer Stellen, ist aber so formuliert, dass die Subvention auch dann fliesst, wenn ein Konzern Stellen zwischen seinen Tochtergesellschaften verschiebt.

Tiefere Personalkosten, weniger Jobs

Capgemini ist zwar ein Einzelbeispiel. Damit lassen sich keine volkswirtschaftlichen Beweise führen, aber das Lieblingsunternehmen des französischen Staatschefs illustriert zumindest, wie sich dessen Reformen auswirken: Erstens schwächen sie die Marktmacht der Arbeitnehmer. Dies geschieht beispielsweise durch die geplante Verlagerung der Lohnverhandlungen auf die Betriebsebene. Allein der Rückgang der Personalkosten pro Kopf (vermutlich vorwiegend durch Auslagerungen) hat fast 300 Millionen Euro von der Arbeitnehmern zum Kapital verschoben. Bei durchschnittlichen Lohnkosten von 40'000 Euro entspricht das einem Verlust von etwa 4000 Jobs, je nach den Annahmen bezüglich Konsumneigung.

Die Stellung der Arbeitnehmer ist zudem dadurch geschwächt worden, dass die Konzernzentralen gemäss Artikel 101 seit 2015 nicht mehr für die Schulden und allfälligen Sozialpläne ihrer Töchter geradestehen müssen. Dieser bisher wenig beachtete Paragraph holt jetzt seinen «Erfinder» ein: Die Kleiderkette Tati streicht 600 Stellen, der entsprechende Sozialplan kostet rund 6 Millionen Euro – die Tati nicht hat, die Konzernmutter Eram aber aus der Portokasse finanzieren könnte. Der Fall wirft hohe Wellen und Macron muss als Präsident ausbaden, was er sich als Wirtschaftsminister eingebrockt hat.

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