• Jan Walter

Brokkolisprossen: Geheime Waffe gegen Diabetes


Brokkoli ist ein einheimisches Superfood. Das Kohlgemüse versorgt mit Sulforaphan, einem Pflanzenstoff mit vielfältiger Wirkung. Längst liegen Studien vor, die zeigen, dass Sulforaphan aus Brokkoli die Krebstherapie unterstützen könnte, bei Atemwegserkrankungen und Arthritis hilfreich sein kann, die Symptomatik bei Autismus lindern könnte und sogar Übergewicht bekämpft. In einer weiteren Untersuchung zeigte sich im Juni 2017, dass Sulforaphan auch bei Diabetes eingesetzt werden kann. Besonders sulforaphanreich sind übrigens Brokkolisprossen oder ein Extrakt daraus.


Wie Brokkoli bei Diabetes helfen kann

Typ-2-Diabetes betrifft weltweit mehr als 300 Millionen Menschen. Diabetes zeigt sich nicht nur in einem gestörten Glucose-Haushalt, sondern führt im Laufe der Jahre zu den verschiedensten Folgeerkrankungen. Dazu können Sehprobleme gehören, Nervenschmerzen oder auch Nierenschäden. 15 Prozent aller Diabetes-Patienten können aufgrund einer Nierenschwäche nicht einmal mehr das typischerweise verordnete Diabetes-Medikament Metformin nehmen. Denn Metformin darf nur bei guter Nierengesundheit verordnet werden.

Forscher suchen daher fieberhaft nach neuen Möglichkeiten in der Diabetes-Therapie. Annika Axelsson und Kollegen vom Lund University Diabetes Center in Malmö, Schweden machten sich auf die Suche nach einem Stoff, der die Genveränderungen, die mit Diabetes in Verbindung stehen, so beeinflussen kann, dass ein Heilprozess eingeleitet werden kann.

Sulforaphan – ein sekundärer Pflanzenstoff aus z. B. Brokkoli – zeigte sich dabei als der vielversprechendste Stoff von 3.800 überprüften Substanzen. Sulforaphan kommt natürlicherweise in Kreuzblütengewächsen (Kohlgemüse, Senf, Meerrettich etc.) vor, in besonders hoher Dosis aber in Brokkoli und Brokkolisprossen.

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#Gesundheit

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