• Jan Walter

Skandalös - Wie das Schweizer Fernsehen die Politsendung Arena über die Abschaffung der Zwangsgebühr


Angesichts der parteiischen Moderation hätte der Titel der Sendung nicht "No Billag - jetzt redet das Volk!", sondern "No Billag - jetzt manipuliert das Staatsfernsehen" heissen müssen.


No Billag Arena SRF Projer Staatsfernsehen

Aus der Sicht der Initianten sah die Propagandashow des "neutralen" Staatsfernsehens wie folgt aus: Einmal mehr zeigte die SRG am Freitag mit ihrer Arena-Sendung, dass sie keineswegs ein unabhängiges Medium ist. Mit der gleichen Verteilung der Redezeiten soll den Zuschauern Ausgewogenheit vorgegaukelt werden. Alles andere jedoch waren manipulative Propagandamethoden.

Erstens wurde das Publikum in der hinteren Reihe praktisch ausschliesslich von Billag-Fans besetzt, die fast nach jedem Votum der Zwangsgebühren-Befürworter jeweils euphorisch klatschten. Unter diesen Leuten war mind. auch eine Person, die Mitglied der SRG ist (und auffällig oft in Arena-Sendungen im Publikum sitzt). Über die Zusammensetzung des Publikums gab Jonas Projer in der Vergangenheit auf Anfrage keine Auskunft. Niemand kann also kontrollieren, ob hier nicht manipuliert wird. Absolute Intransparenz.

Zweitens wurden in Video-Einspielern Spekulationen als "Fakten" dargestellt, z.B. dass die SRG bei einem Ja zu #NoBillag untergehen würde (sie wurde im Einspieler vom Erdboden verschluckt), was eine völlig absurde Behauptung ist. Diese Propagandavideos fielen natürlich nicht unter die Redezeit der No-Billag-Gegner.

Drittens hat der Zwangsgebühren-abhängige Moderator Jonas Projer auffällig oft die NoBillag-Befürworter unterbrochen und weitere Fragen und Bemerkungen hineingeworfen. Das gehört zum Arsenal der psychologischen Tricks der TV-Moderatoren um unbequeme Gäste anzugreifen und wurde auch schon in der "Ganser-Arena" demonstriert:


Ganser Arena

(Das Video wurde auf Youtube gelöscht, deswegen ist es nun auf FB verlinkt.)

Viertens hat der Moderator zudem einige "Richtigstellungen" vorgenommen im Sinne der No-Billag-Gegner, jedoch keine einzige im Sinne der No-Billag-Befürworter. Diese vermeintlichen Richtigstellungen wurden selbstverständlich nicht der Redezeit der Initiativ-Gegner angerechnet.

Fazit: Einmal mehr zeigt sich, dass ein Staatsmedium wie die SRG offenbar nicht in der Lage ist, unabhängigen Journalismus zu bieten. Sie ist abhängig von ihren Eigeninteressen, die Bürger auch in Zukunft auszunehmen und ihnen Zwangsgebühren aus der Tasche zu ziehen um sich nicht den Bedürfnissen der Medienkonsumenten stellen zu müssen. Das ist undemokratiepolitisch.

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