• Jan Walter

Trump feuert Bolton und erteilt Netanjahus Greater-Israel eine Abfuhr!

Trump wurde in der alternativen Presse scharf kritisiert, als er den neokonservativen Kriegestreiber John Bolton in sein Kabinett holte; zu Recht! Mit dessen Entlassung dürfte diese Woge ausgeglättet sein. Die Entlassung erfolgte unmittelbar nach dem gescheiterten Treffen mit den Taliban, das gemäss Trump massgeblich durch Bolton sabotiert wurde und den Friedensprozess im Nahen Osten weiter verschleppt hat.


Greater Israel

Gestern versprach Netanjahu, dass er im Falle einer Wiederwahl das Jordantal annektieren würde, was selbstverständlich ein weiterer Schritt in Richtung Greater Israel bedeuten würde. Besonders überraschend war Trumps Reaktion, dessen vermeintliche Nähe zum umstrittenen Premierminister oft angeprangert wurde. Statt wie gewohnt alles abzunicken, hat sich Trump diesmal (vorerst) distanziert.

Stellungnahme des Weissen Hauses: „Derzeit ändert sich nichts an der Politik der Vereinigten Staaten. Wir werden unsere Vision für den Frieden nach den Wahlen in Israel veröffentlichen und daran arbeiten, den besten Weg zu finden, um der Region die seit langem angestrebte Sicherheit, Chancen und Stabilität zu bieten.“

Weitere Anekdote: Als Netanjahu am Montag bezüglich mutmasslichen Uranspuren in einem iranischen Warenhaus zusätzlichen Druck auf den Iran ausübte, verkündete Trump nur wenige Stunden später, dass er sich gerne mit Rohani treffen würde.


Anmerkung: Die Proben, die die Atombehörde der UNO im vom israelischen Premierminister als „geheimes Atomlager“ bezeichneten Warenhaus in Teheran genommen hat, sollen Spuren von Uran gezeigt haben. Das erinnert stark an die gefälschten Beweise für die ABC-Bomben im Irak, die damals als Rechtfertigung für den Irakkrieg missbraucht wurden. Für Bolton, der bekanntlich ein glühender Befürworter der illegalen Irakinvasion war, wären diese UN-Proben ein gefundenes Fressen gewesen. Der Iran und Venezuela feiern Boltons Entlassung zu Recht. Fazit: Besonders aufschlussreich waren die Reaktionen der Kabalen auf Boltons Entlassung. „Ich bin sehr, sehr unglücklich zu hören, dass er geht. Es ist ein grosser Verlust für die Verwaltung und für die Nation,“ kommentierte Mitt Romney, ein prominenter Tiefstaatler aus dem republikanischen Lager. Selbst Nancy Pelosi, die linke Sprecherin des Repräsentantenhauses kritisierte Boltons Entlassung. Viele mögen sich fragen, warum Trump diesen offensichtlichen Kriegstreiber überhaupt ins Amt geholt hat, wenn er doch gegen den Tiefen Staat ist. Trump lässt die Kabalen offensichtlich ihre eigenen Gräber schaufeln; so wie er neulich Siemens mit dem Ausbau von Guantanamo Bay beauftragt hat. Viel wegweisender ist jedoch, wie er Netanjahu in den Rücken fiel; sollte er sich nicht doch noch anders entscheiden.

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